Die Änderungen des neuen Jahres auf einen Blick

Wie in jedem Jahr treten am 1. Januar zahlreiche Änderungen in Kraft, die jeden Einzelnen von uns in mehr oder weniger ausgeprägter Art betreffen.

So auch 2013, und immerhin sind nicht alle Änderungen zu Lasten der Bundesdeutschen Bürger. Für Firmen wichtig ist eine Änderung der Inventurregelungen.

Positiv: Minijobber dürfen mehr verdienen. Die bekannte 400-Euro-Grenze steigt um 50 Euro auf 450. Bei der Rentenversicherung kann man sich befreien lassen – muss dafür aber einen Antrag stellen. Die Arbeitgeber zahlen 15 % pauschal in die Rentenkasse, der Arbeitnehmer mindestens 3,9%.

Auch die Post nimmt mehr Porto ein: die kleinen Bücher-und Warensendungen fallen weg, und die Großen kosten mehr. Aus 0,85 Euro wird ein Euro und aus 1,40 werden 1,65 Euro. Die Kosten für einen Standardbrief erhöhen sich um 3 Cent.

Die GEZ-Gebühren heißen nicht mehr Rundfunkgebühren sondern Rundfunkbeitrag. Die Höhe ändert sich prinzipiell nicht, aber eventuell die Beitragsgrundlagen. Wer nicht nur privat bezahlt, sollte sich erkundigen.

Zudem endet im August die Übergangsfrist und die elektronische Steuererklärung setzt sich durch. Wo noch nicht umgestellt wurde, muss dies im ersten Halbjahr passieren.

Erstmals seit langer Zeit sinkt der Rentenversicherungsbeitrag für die gesetzliche Kasse, und zwar auf 18,9 Prozent. Auf dem Weg zur Rente mit 67 gibt es nun die neue Stufe. Diese betrifft Rentner mit Geburtsjahr 1948. Sie müssen 2 Monate länger als zum 65. Geburtstag arbeiten gehen, damit sie ohne Abzüge Rente bekommen.

Dafür wird die Pflegeversicherung teurer. Der Beitrag beträgt nun 2,05 %, statt bisher 1,95 Prozent. Wer keine Kinder hat, wird sogar mit 2,3 % belegt. Wichtige Neuerung: wer Demenzkranke zu Hause pflegt, die keine Pflegestufe erhalten, kann nun Mittel beantragen.
Hartz-IV-Empfänger bekommen mehr Geld. Allerdings nur monatlich zwischen 5 und 8 Euro.

Neu ab 2013 sind die Fernbusse. Sie sind eine Konkurrenz zu Auto und Zug und sollen dem öffentlichen Nahverkehr aber nicht die Fahrgäste abwerben, weshalb sie nur im Abstand von 50 Kilometern halten dürfen.

Die unselige Praxisgebühr fällt weg. Ein Aufregerthema für Praxismitarbeiter und Patienten: 10 Euro pro Quartal musste man für die Krankenkasse löhnen, um an Rezepte, Überweisungen oder gar Behandlungen zu kommen. Das ist nun vorbei, und die Mitarbeiter der Praxen können aufatmen, denn eine unnötige und aufwendige Arbeit fällt weg.

Bildquelle: © Benjamin Thorn / PIXELIO

Keine Kommentare mehr möglich.