Die Anlagealternativen der Versicherer

Schon lange geht es darum das Versicherer, und hier geht es vor allem um die Verträge zur Lebensversicherung, Probleme haben die Zuschüsse für die Kunden zu erwirtschaften. Denn man ging bei Abschluss der Verträge davon aus, dass die Gesellschaften wie eh und je das eingenommene Geld gewinnbringen anlegenkönnen. Doch seit die Zinsen im Keller dümpern, betrifft das – zumindest teilweise – auch die Versicherungen.

Deshalb sind die Unternehmen auf der Suche nach neuen Ideen, wie sie die Kundengelder sicher aber auch gewinnbringend anlegen können. Kann es helfen, wenn die Versicherungen sich als Banker betätigen, und Kredite ausgeben?

Wenn eine solche Kreditvergabe zum Zweck der Anlagestrategie erfolgt, braucht das Unternehmen nicht die sonst erforderliche Bankenlizenz. Auch die Regelung bei den Banken, dass sie die Kredite mit viel Eigenkapital gegenfinanzieren müssen, trifft die Versicherungen nicht.

Vor allem das eventuelle Geschäft mit Immobilienkrediten ist für die Versicherer interessant. Grundlage müsste allerdings „Solvency II“ sein, ein Regelwerk, welches Experten zufolge nicht vor 2016 erscheinen wird. Aber da der Druck in dieser Hinsicht auf die Versicherungsgesellschaften groß ist, wird man darauf drängen, ins Kreditgeschäft einzusteigen.  Andere Stimmen wiederum prophezeien, dass zumindest die kleineren Versicherungen davon Abstand nehmen würden, und lieber bei ihrem Stammgeschäft blieben. Die Versicherer, die schon in der Vergangenheit diesen Weg gegangen seien, hätten das Geschäft nicht umsonst recht klein gehalten. Denn ein Blick auf die Gesamtzahlen zeigt, dass von allen Anlagen nur 5 % in das Geschäft mit Immobiliendarlehen und Co geflossen seien.

Dennoch bleibt den Versicherungsunternehmen das Problem, ihre Gelder gewinnbringend anlegen zu müssen. Branchenriese Allianz will in Infrastrukturobjekte wie Gasnetze investieren und sieht das als ertragreiche Alternative. Bislang geht es den Versicherungen mit Millionenüberschüssen jedoch so gut, dass sich kein Versicherungskunde Sorgen machen muss, ob er sein Geld bei Ablauf des Vertrages wirklich bekommt. Das steht momentan außer Frage, und langfristige Kapitallebensversicherungen sollte man derzeit ohnehin lieber nicht abschließen. Zum Schutz der Familie ist eine Risikolebensversicherung besser geeignet und dazu noch wesentlich billiger. Als Kapitelanlage lohnt eine Lebensversicherung bei der unklaren Zukunftslage der Zinsen eher nicht, da sollte man auf Anderes umsteigen.

Keine Kommentare mehr möglich.