Die EZB und die neueste Entscheidung

Schon wieder ist es soweit – die EZB entscheidet über die Zukunft der Finanzbranche. Noch in dieser Woche steht die aktuelle Sitzung der EZB an – und am Donnerstag wird Präsident Draghi öffentlich verkünden müssen, was beschlossen wurde.

Experten gehen davon aus, dass der Leitzins unverändert bei einem dreiviertel Prozent bleibt. Interessant bleiben die Reformbemühungen Italiens nach dem unerwarteten Ausgang der Wahlen dort. Die Beruhigung der Schuldenkrise hatte man vorwiegend Draghi zu verdanken, der beherzt die Anleihemärkte aufgemischt hatte.

Jetzt wird befürchtet, dass Italien, wenn es mehrere Wochen keine arbeitende Regierung hat, die Rezession wieder verschärft. Damit wird das Reformtempo ausgebremst und daher schreit man nun wieder nach Lockerungen in der Finanzpolitik und neuen Krediten.
Wie einige Banken verlauten ließen, rechnen einige von ihnen sogar mit einer Leitzinssenkung. Allerdings ist das nur rund ein Viertel der Banken. Die anderen gehen davon aus, dass es keine Veränderungen geben wird.

Immerhin spricht rund ein Drittel davon, dass es im Verlauf des Jahres eine weitere Absenkung des Leitzinses geben wird. Die anderen zwei Drittel gehen davon aus, dass der Zins auch zum Jahresende noch den Stand hat wie aktuell.

Der EZB liegen auch noch andere Vorschläge vor, die statt des Absenkens des Leitzinses fruchten könnten. So zum Beispiel ein Kauf in großem Stil von privaten Schuldtiteln aus den Krisenländern, womit die Finanzierungsbedingungen der Wirtschaft unmittelbar beeinflussbar wären.
Es bleibt also spannend Anfang März im Euroraum, was hinter den geschlossenen Türen der EZB verhandelt wird. Eine alles entspannende Idee kann eigentlich niemand haben – aber die Rede des Präsidenten nach der Sitzung wird mit Spannung erwartet.

Bildquelle:© Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / PIXELIO

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