Die neuen Überweisungen rücken näher

Ein dreiviertel Jahr noch, dann ist es soweit. Es gibt wiedermal was grundlegend Neues. Und zwar die Sepa – Überweisungen. Hintergrund ist, dass die Bankgeschäfte in der EU vereinheitlicht werden sollen. Sowohl Privatleute als auch Unternehmen sind davon betroffen und müssen sich so langsam aber sicher damit beschäftigen.

Ähnlich der Einführung des Euro als Buchgeld lange vor Ausgabe der Münzen und Scheine ist es mit dem Sepa-Zahlungsverkehr so, dass dieser eigentlich schon seit Jahren existiert, es aber eine Übergangsfrist gab. Wer momentan ins Ausland überweist, muss BIC und IBAN angeben. Aber für die die Meisten ist dies eine Ausnahme.

Die endgültige Umstellung erfolgt zum 1. Februar 2014. Die Verbraucher müssen ab diesem Zeitpunkt neue Kontonummern verwenden. Auch muss man bedenken, dass eine SEPA-Lastschrift nicht mehr so schnell geht, wie die bisher verwendete Art des Einzugsverfahrens. Mindestens 5 Arbeitstage muss die Lastschrift dann vor dem Tag der Fälligkeit vorliegen. Wer mit einer Lastschrift Geld einziehen möchte, braucht vom anderen Vertragspartner die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer. Um eine solche zu haben, muss man sie bei der Bundesbank beantragen. Auch ist die Unterschrift von elementarer Wichtigkeit. Für Unternehmen bedeutet dies auch gleichzeitig, dass eine neue Software benötigt wird, um den Zahlungsverkehr abzuwickeln.

Die online geführten Unternehmen protestierten, denn sie arbeiten heute ohne Unterschrift. Nun muss man den Kunden anschreiben und sich die Unterschrift besorgen. Hat eine Firma allerdings schon eine unterschriebene Einzugsermächtigung, kann diese weiter genutzt werden.
Momentan ist ersichtlich, dass viele Unternehmen noch keinen Handlungsbedarf sehen, obwohl sie sich rechtzeitig kümmern müssten.

Der Vorteil der ganzen Aktion: es wird einfacher, Geld aus anderen Ländern mit Euro-Währung einzuziehen. Die Laufzeiten im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr sollten kürzer werden. Aber das betrifft bei Weitem nicht alle Nutzer. Allerdings wird es wie mit dem Euro werden – man gewöhnt sich daran. Zum Jahresende ist anzuraten, die Hinweise und Änderungen der jeweiligen Hausbank zu beachten.

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