Die Talfahrt des Goldes

Nachdem der Goldkurs in schwindelerregende Höhen gestiegen war, liegt er nun auf der Nase. Mitgezogen hat er diverse Anleger und auch die Zentralbanken. Ein Experte der Notenbank sagte dazu „Der Rückgang des Goldpreises ist extrem beunruhigend“.

Der Kurs ging extrem zurück, was unter anderem zur Folge hat, dass der Wert der Reserven bei der Zentralbank geschmälert wurde. Der Werterückgang wird derzeit mit rund 426 Milliarden Euro angegeben. Vor drei Tagen war der Preis des Goldes in New York um immerhin fast 10 % eingebrochen.

Die Aufwärtsbewegung hatte zuletzt 12 Jahre lang angehalten. Im September des Jahres 11 hatte man von einem Rekordhoch gesprochen. Seither beträgt der Verlust fast ein Drittel. Als Grund sehen Experten ein besseres Geschäft bei den Aktien. Dies war zu Lasten des Goldes gegangen, was zuletzt von vielen Anlegern bevorzugt worden war. Bereits in der letzten Woche hatten Experten gewarnt, das Edelmetall abzustoßen und sich so vor Verlusten zu retten.

Da die Risiken von Geldanlagen wie Aktien zurückgegangen sind, schauen die Anleger wieder mehr nach den Wertpapieren und nicht nach dem vermeintlich sicheren Gold. Es beginnt wieder ein Run auf Renditen. Und die hat das Gold ja bekanntlich nicht. Es kann nur in Krisenzeiten vor Verlust des Guthabens schützen. Das hat es auch getan, aber nun sieht man sich in Anlegerkreisen wieder gestärkt, und das Edelmetall hat das Nachsehen.

Da besonders Deutschland und die USA sich mit den Staatsreserven auf Gold verlassen, trifft sie der Verlust besonders hart. Einige Notenbanken wollen daraufhin nun ihre Reservepolitik ändern. So zum Beispiel Südafrika. Andere Staaten, wie beispielsweise Sri Lanka erwägt, den guten Preis für Zukäufe zu nutzen.

 

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