Erneuter Stellenabbau in der Finanzbranche

Wiederum geht es um massiven Stellenabbau in der Branche der Finanzen. Meist steckt dahinter jedoch keine Not der Unternehmen, sondern der Versuch, die Profite weiter zu steigern.

So jetzt offensichtlich auch bei der Commerzbank. Diese will aktuellen Berichten zufolge 6.000 Stellen streichen. Werden diese Kürzungen durchgesetzt, würde das rund 18 % der Belegschaft betreffen. Die Berichte beziehen sich auf Auskunft des „Wall Street Journals“, und wurde von der Bank bislang nicht bestätigt. Allerdings kündigte die Gewerkschaft VERDI sicher nicht umsonst Proteste an. Ab Februar soll es dazu Gespräche mit dem Betriebsrat geben. Dabei könne die Zahl zwar noch sinken, aber dies ist jedoch nicht das, worum es eigentlich geht. Ob es am Ende 5.500 Leute betrifft oder 6.500, ist zwar ein Unterschied, zeigt aber dennoch die Firmenpolitik.

Verschiedene Gerüchte zu diesem Thema gibt es bereits seit Sommer letzten Jahres, als der Chef der Commerzbank angekündigt hatte, die Privatkunden-Ergebnisse deutlich bessern zu wollen.

Seit dem Zusammenschluss von Commerzbank und Deutscher Bank sei ein Kündigungsschutz bis Ende 2013 gültig, so die Gewerkschaften. Auf diesen Schutz möchte die Gewerkschaft bestehen. Allerdings geht es nicht nur um die Kündigungen an sich, sondern auch um das Schließen von rund 1.200 Filialen der Bank. Dass dabei Arbeitsplätze übrig sind, ist völlig klar. Allerdings scheint zumindest für einen Außenstehenden der Zusammenhang merkwürdig, wie ein Ausbau des Privatkundengeschäftes mit so viel weniger Personal funktionieren soll.

Nach der Übernahme der Dresdner Bank im Jahr 2009 erlosch diese und war komplett in der Commerzbank aufgegangen. Schon dabei wurde ein massiver Stellenabbau betrieben.

Keine Kommentare mehr möglich.