Lohnt Geldanlage überhaupt noch?

Lohnt Geldanlage überhaupt noch?

Wer das neue oder alte Eigenheim bereits besitzt, versucht in diesen Zeiten sein Geld für die Abzahlung desselben oder für Renovierungen zu nutzen. Die Begründung: Mehr kann man nicht verdienen, als kostenfrei zu wohnen. Und je neuer oder sanierter das Schmuckstück ist, um so länger bleibt das Wohnen tatsächlich mehr oder minder kostenlos.
Auch als Altersvorsorge ist dies immer wieder empfohlen. Aber was machen diejenigen, die ein solches nicht besitzen, und auch nicht mit einem Bausparvertrag darauf hinarbeiten?

Sie wollen ihr Geld anlegen, das auch noch sicher und mit Gewinn. Hier beißt sich normalerweise die berühmte Katze in den Schwanz, weil nur eines zu bedienen ist: Die Sicherheit oder der gute Gewinn.
Doch so extrem wie momentan war es noch nie: wer auf sichere Anlagen setzt, muss befürchten, nicht einmal die Inflation auszugleichen. Da ist guter Rat teuer, um nicht zu sagen: unmöglich.

Ein Grundsatz der Geldanlage bleibt immer bestehen: Je früher, desto besser. Denn derZinseszinseffekt lässt hier ein stattliches Vermögen heranwachsen. Schnell ist ausgerechnet, wie aus 10.000 Euro in drei oder vier Jahrzehnten 60.000 werden. Die Frage ist: kann man dann für die 60.000 noch so viel kaufen, wie heute für die Zehn?
Wirklich beantworten kann das niemand.
Aber Grundregel eins bleibt immer erhalten: Der Anleger sollte sich gut informieren, und niemals auf das verlassen, was ihm ein Bankberater sagt. Eine zweite Meinung ist das Mindeste, was man einholen sollte.
Auch ist es gut, nur in solche Modelle zu investieren, die man selbst wirklich versteht. Wer Aktien kauft, muss sich mit der Firma beschäftigen, zu der sie gehören. Was wird produziert, welche Chancen bestehen für die Zukunft? Eine kontinuierliche Strategie ist wichtig. So lassen sich auch mal kleine Rückschläge verkraften. Wer immer wieder das Geld hin –und herschaufelt, lässt vor allem viel davon in Courtagen und Gebühren versickern.

Wer wenig zur Verfügung hat, sollte sich eine Grenze zum „zocken“ setzen. Einen Teil davon sicher anzulegen, ist auf alle Fälle richtig, wenn auch nicht sonderlich gewinnbringend. Mit einem Teil davon sollte man sich aufs Börsenparkett wagen, um hier seine ersten Schritte zu tun. Denn die Börse hat vor allem etwas mit Erfahrung zu tun, und so kann man Schritt für Schritt lernen, welche Fehler man vermeiden sollte, und wo man getrost mal ein bisschen risikofreudiger sein darf.

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