Neue Studien für Zusatz-Rente

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass im Osten in diesem Jahr die Renten stärker steigen werden als im Westen. Aber das Problem bleibt: nämlich rund 21 Millionen Deutsche, bei denen schon jetzt klar ist, dass die Rente nicht ausreichen wird, für ein vernünftiges Leben im Alter. Eine neue Studie besagt, dass rund 800 Euro im Monat fehlen werden. Um diese Rentenlücke zu schließen, käme beispielsweise die Riester-Rente in Frage. Diese oder eine ähnliche Vorsorge haben momentan 16,6 Millionen Bürger in Deutschland abgeschlossen.

Die diesjährige Rentenerhöhung war eine Überraschung für viele. Denn der große Unterschied zwischen Ost (3,29 %) und West (0,25%) war so nicht erwartet worden. Allerdings darf man dabei nicht aus den Augen verlieren: die Ostrente ist damit von 88,8 auf 91,5 % des Niveaus im Westen geklettert. Liegt also noch immer rund 10 % darunter.

Grund für die ungleiche Steigerung ist, so die Experten, dass die Löhne im Osten mehr stiegen als im Westen; bezogen auf das Jahr 2012. Die Lohnsteigerungen im Westen haben im vergangenen Jahr bei 1,5 % gelegen, im Osten bei 4,32 %. Man mahnt immer wieder an, dass die Deutschen im Allgemeinen mit dem Thema Rente zu sorglos umgingen. Nur jeder 2. würde genügend unternehmen, um sich für das Alter abzusichern.

Natürlich ist das Thema Rente auch wieder aktuell beim Bundestagswahlkampf dabei. Zeitgleich geht es um Abgabensenkungen. Die Unionsparteien versprechen großzügigere Renten und niedrigere Steuern. Die FDP will den Soli-Beitrag abschaffen und weitere Steuersenkungen durchziehen. Von vielen im Westen unbeachtet: der Soli-Zuschlag wird von allen gezahlt – auch im Osten. Ursprünglich war er dafür gedacht, Aufbauarbeit in der ehemaligen DDR zu leisten – und manche im Westen denken auch heute noch, dass sie diese Abgabe für den Osten zahlen. Doch weit gefehlt – inzwischen ist der Soli längst eine Zusatzsteuer, die allgemeine Lücken im Bundeshaushalt schließt. Jährlich bringt er dem Bundesfinanzminister rund 13 Milliarden ein.

Der Bund der Steuerzahler setzt sich ebenfalls dafür ein, dass der Soli abgeschafft wird. Denn die Rekordeinnahmen des Bundes müssten auch an die Steuerzahler zurückfliesen, lässt man verlauten. Die Union verspricht mal wieder viel: außer weniger Steuern und mehr Rente soll es auch großzügigere Sozialleistungen geben. Die Rentenansprüche sollten beispielsweise für diejenigen Mütter steigen, die Kinder vor dem Jahr 1992 bekommen haben.

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© Wilhelmine Wulff_All Silhouettes / PIXELIO

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