Riester-Sparer aufgepasst: die Zulage für 2012 noch rechtzeitig sichern

Aus dem Boom der Anfangszeit gibt es noch immer Riester-Verträge, ebenso wie auch nach wie vor welche abgeschlossen werden, auch wenn das Interesse spürbar nachgelassen hat. Die Zulagen, die diese Verträge lukrativ machen sollen, müssen jedoch beantragt werden. Man bekommt sie leider nicht „automatisch“. Durch die Zulage wird das Angesparte noch einmal deutlich erhöht. Besonders lohnend bei denjenigen, die Kinderzulagen bekommen.

Einen Riester-Vertrag haben rund 15 Millionen Bundesbürger. Neuabschlüsse werden seltener, denn der Garantiezins liegt aktuell bei 1,75 % und somit unter der Inflation.

Die Riester-Verträge sind zwar bei Weitem nicht die einzige Form, privat für das Alter vorzusorgen, aber dennoch eine oft gewählte, da man so den Staat wenigstens zum Teil an der Rente beteiligen kann. Wer einen solchen Vertrag abschließen möchte, kann sich per Riester-Rechner im Netz verschiedene Angebote anschauen.

Jeder, der einen solchen Vertrag hat, muss einen sogenannten Mindestbeitrag einzahlen, der angibt, wie viel auf den Vertrag gespart werden muss, damit man die volle staatliche Unterstützung erhält. Der Vertrag bleibt also auch bestehen, wenn man diese Mindestsumme nicht aufbringt; man verschenkt lediglich Geld, das man ohne Weiteres hätte bekommen können.

Dieser Mindestbeitrag, der eingehen sollte, liegt bei 4 % des jährlichen Bruttoeinkommens. Wer nicht verdient, hat einen Mindestbeitrag von 60 Euro jährlich. Die volle staatliche Förderung beträgt 154 Euro jährlich und 185 Euro gibt es dazu, wenn ein Kind unter 18 im eigenen Haushalt lebt. Kinder, die nach dem 1.1.2008 geboren sind, schlagen sogar mit 300 Euro jährlich zu Buche. Einen einmaligen Zuschuss von 200 Euro erhalten all jene, die zwischen dem 18. Und 25. Jahr einen Riester-Vertrag abschließen.

Der Zuschuss, der jährlich beantragt werden muss, wird durch ein Formular abgerufen. Der Vertragspartner der Riester-Förderung schickt dieses an seinen Kunden. Dies füllt man aus und schickt es zurück. Inzwischen gibt es zur Vereinfachung der Prozedur einen sogenannten Dauerzulagenantrag, sodass nur noch bei einer Änderung ein neues Formular ausgefüllt werden muss. Wer also noch keinen solchen Dauerzulagenantrag gestellt hat, sollte das noch dieses Jahr tun, denn dann braucht er sich in den kommenden Jahren nicht darum zu kümmern.

Bildquelle: © Gerd Altmann / PIXELIO

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