Schlechte Zeiten für Anleger nun auch bei der VW-Bank

Egal bei welcher Bank man Kunde ist, und wie der Sparbrief oder das Konto heißen – man muss momentan noch froh sein, wenn das Geld nicht entwertet wird, weil die Zinsen unter der Inflationsrate von derzeit 2 %liegen. Nun hat auch die VW-Bank den Plus-Sparbrief dahin gehend reformiert, dass eine Zinsanpassung erfolgt ist.

Zwar punktet die VW-Bank immer noch mit einer besonders hohen Einlagensicherung von über einer Milliarde pro Kunde durch den Bundesverband deutscher Banken, aber das dürfte den deutschen Durchschnittssparer wenig kümmern.

Seit dem 6.11. gibt es beim Sparbrief der VW-Bank noch nicht einmal bei der längsten Laufzeit von 10 Jahren 2 %, sondern lediglich 1,6 %. Das ist mager und man kann den Kunden nur raten, von längerfristigen Verträgen Abstand zu nehmen. Denn über kurz oder lang muss eine Erholung der Zinsen erfolgen. Dazu kommt bei der VW-Bank noch eine Mindesteinlage von 2.500 Euro.

Wie es mit dem Leitzins und seinen Folgen für die Wirtschaft, die Banken und die Privatsparer weitergeht, wird eventuell heute oder in den nächsten Tagen entschieden. Denn der Rat der EZB tritt heute zu einer Sitzung zusammen, bei der dies eines der Hauptthemen sein wird.

Zuletzt hatten viele Banken ihre Zinsen für Einlagen der Kunden weiter nach unten fallen lassen, ohne dass die EZB ihren Leitzins verändert hätte. Aber sollte dieser nun weiter sinken, ist damit zu rechnen, dass sich auch hier die Banken sofort anhängen und ihre Angebote noch weiter verschlechtern. Schließlich gab es sogar schon Banken, die sich aus dem einen oder anderen Produkt völlig zurückzogen, wie die Bank of Scotland.

Wie es weitergeht und wie die Kunden versuchen, ihre Altersvorsorge zu retten, hängt also ganz entscheidend von der EZB ab. Jedoch wagen sich hier nicht einmal Experten an eine gewisse Vorhersage. Man darf gespannt sein.

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