Was ist aus dem Euro geworden?

Als die Erfindung einer Einheitswährung gefeiert wurde, waren zwar viele optimistisch, aber schon damals wurden Stimmen laut, dass dies zu Lasten der Deutschen gehen würde, und sicher auch deren Wohlstand schmälern könnte. Heute weiß man: die Kritiker von damals hatten Recht.

Zwar haben es alle jene seither einfacher, die viel unterwegs sind, und in Euroland das Problem mit dem Geldtausch nicht mehr haben. Aber weit mehr Bürger waren vom Teuro betroffen. Soll heißen, dass die immensen Aufschläge bei der Währungsumstellung Alle trafen und sich der soziale Konflikt daher immer mehr verschärfte.

Nun gibt es immer öfter Länder in Notsituationen, und die Politiker, die Euroland für die Wahrung ihres Gesichtes brauchen – Beispiel Angela Merkel- versuchen alles, um die Währung zu retten. So wie es scheint, wirklich alles, auch wenn im eigenen Land dadurch noch größere Probleme entstehen.

Denn die Kosten, die allein in Deutschland durch die Euro-Rettung entstehen, sind extrem hoch. Aktuell wurde der Staatsbankrott von Zypern abgewendet. Jetzt schlägt auch die EZB um sich. Eigentlich als völlig unabhängige Währungskönige gedacht, lässt sie sich nun politisch instrumentalisieren. Der Rückzug mancher Länder aus der Währungsunion scheint eine gangbare und gute Lösung eines Großteils der Konflikte zu sein. Aber noch, so sieht es aus, wird dies niemand deutlich machen. Denn so wie es momentan läuft, sieht es nicht danach aus, dass sich der gesamte Euroraum erholt. Eher wäre es so denkbar, dass die einzelnen Ländern, die aussteigen würden, für sich ihre Wirtschaft in Ordnung bringen könnten und damit der Idee Europa mehr nützen als schaden.

Wird die momentane Politik so weitergeführt, so nehmen Experten an, wird nicht nur der politische Sündenbock Deutschland heißen, sondern auch als wirtschaftlich ausblutendes Land seinem Wohlstand hinterher trauern.

Dass die Deutschen nur wenig Vertrauen in ihre Währung und die momentane Geldpolitik haben, sieht man daran, dass die meisten auf Betongeld setzen. Immobilien sind derzeit heiß begehrt und daher entsprechend teuer. Aber eine wirkliche Dauerlösung ist es auch nicht. Wenn der Leitzins und damit die Erträge von Geldanlagen nicht wieder steigen, sieht es für die Privatleute wie auch die Wirtschaft des Landes mau aus.

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