Weiteres Geld für Griechenland?

Wie soll es mit dem Sonnenstaat weitergehen? Die europäischen Finanzminister sind sich uneins und das Gezerre geht weiter. Dass Griechenland mehr Geld braucht, ist unstrittig. Aber niemand will das so richtig zahlen. Ein Kompromiss soll gefunden werden, aber wie dieser aussehen würde, ist noch nicht klar.

Der Internationale Währungsfonds und die Euro-Finanzminister vertagten aktuell eine entsprechende Verhandlung auf den nächsten Montag (26.11.). Ein zwölf-Stunden-Marathon lag hinter den Verantwortlichen in Brüssel, als die Sitzung vertagt wurde. Nun geht man davon aus, dass sich die Bundesregierung einschaltet.
Um Griechenland zu helfen, so Merkel, sei es denkbar, eine leichte Aufstockung des Rettungsschirmes zu genehmigen. Eine andere Möglichkeit, so Merkel, sei die Senkung der Zinsen, die Athen für die Kredite zahlt. Allerdings sollen diese nicht geringer ausfallen, als die Kosten, die die KfW selbst für die Refinanzierung hat. Auch eine Kombination der beiden Vorschläge wäre denkbar.

Die Vorbedingungen, die Griechenland gestellt bekommen habe, seien erfüllt worden, berichtet der Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Man habe darüber gesprochen, ob Griechenland eine Hilfszahlung von über 31 Milliarden erhalten soll. Ohne dieses Geld steht der südlich gelegene Touristenstaat vor der Pleite. 2014, so steht schon jetzt fest, wird es ein Finanzloch in Griechenland geben von über 13 Milliarden. Denn das Land wird laut den Bedingungen der EU bis 2016 zum extremen Sparen angehalten.

Dafür gäbe es einige Optionen, so Schäuble. Über die werde diskutiert. Im Gespräch sind hier Laufzeitveränderungen oder Zinsabsenkungen für Athen. Zusätzliches Geld in Form von Hilfsprogrammen soll es dagegen nicht geben. Man will während der Verhandlungen die Finanzminister so ausstatten, dass diese mit ihren Regierungen Rücksprache halten können. Schon bis zur Weiterverhandlung am Montag soll dies in einigen Ländern geschehen. Streit gibt es derweil mit dem IWF. Denn dieser will Griechenland bis 2020 Zeit geben, den Schuldenberg abzubauen, während die Finanzchefs der Länder zwei Jahre mehr anstreben. Dies lehnt der Internationale Währungsfonds jedoch bisher ab.

Keine Kommentare mehr möglich.